Die japanische Zierquitte oder auch Scheinquitte [Chaenomeles japonica]
Wer kennt sie nicht, die schön blühenden, dornigen Sträucher, die auch gerne als Hecken gepflanzt werden.
Aber wer weiß denn schon, dass dieser Zierquittenstrauch eine essbare Frucht trägt?
Wobei allerdings - zugegeben - essbar nur für die Hartgesottenen unter uns zutrifft. Die Früchte haben einen so hohen Säureanteil, dass man sie wirklich nur abgekocht als Kompott, Gelee oder Quittenbrot essen kann.
Beim Hundespaziergang im Oktober hatte ich in einer Anliegerstrasse gleich zwei sehr gut tragende Sträucher entdeckt und die Hausbesitzer nach den Früchten gefragt.
Sie waren erstaunt, dass die Früchte ihrer Sträucher überhaupt essbar sein sollten - einer meinte sogar, dass diese giftig seien und wollte mich erst gar nicht ernten lassen.
Nach einem sehr angeregten Gespräch über "vergessene" Pflanzen und dass ich sie bevorzugt aufspüre, um deren Kraut oder Früchte zu verarbeiten und verwenden, musste ich ihm versprechen, dass er ein Glas von dem köstlichen Gelee bekommt, sobald ich die Früchte verarbeitet hatte.

Auf diesem Bild kann man sehr gut sehen wie die Früchte auch nach dem Ernten noch nachreifen. Rechts die gerade geerntete Frucht - und ca 6 Wochen später links die nachgereifte Frucht. In beiden Stadien fällt die kräftige Färbung auf - faszinierend!
Die aufgeschnittene Frucht zeigt die schön angeordneten Samenstände.
Ich muss noch anmerken, dass die Zierquitte mit der Quitte nur gemeinsam hat, dass beide Rosengewächse sind - sie stammen aber aus verschiedenen Familien. Dennoch verströmt die Zierquitte wie die echte Quitte einen angenehmen Duft - ich habe ein paar Früchte in der Wohnung verteilt, weil mir der Duft sehr gefällt. Bei der Verarbeitung fällt übrigens auf, dass die Zierquitte eine sehr hartnäckige und klebrige Schutzschicht über ihre Früchte legt.
Ich koche daher Wasser ab und lasse in dem heißen Wasser die Früchte erst einmal ein paar Minuten ziehen. Dann reibe ich sie ab - schälen kann und braucht man die Früchte zur Verarbeitung nicht. Die echte Quitte hat als Schutzschicht einen samtigen Pelz - bei manchen allerdings fehlt dieser.
Wenn man aus dem Fruchtfleisch Quittenbrot bereitet, muss man nach dem sanften Entsaften die Musmasse durch ein Sieb drücken, damit die Schalen- und Kerngehäuseteile sowie die Kerne, die in der Fruchtmasse evtl noch vorhanden sind, entfernt werden können. Das Fruchtfleisch der Zierquitte ist von sehr viel feinerer Konsistenz als das der Quitten.
Aus dem Fruchtmus lässt sich auch ein gehalt- und geschmacksvolles Früchtebrot herstellen, wenn man nach Belieben Trockenfrüchte, Nüsse und Vollkornmehl zu einem schweren Teig verarbeitet und im Ofen langsam reifen lässt. (Rezepte auf Anfrage).
Lesen Sie bitte hier über die Inhaltstoffe sowie weitere Informationen und Tipps
Bericht: Walter M. Gruhn mit eigenen Fotos - weitere Bilder von www.gardnerian.de (Blüte) und www.baumkunde.de (Früchte am Strauch) übernommen
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Die Mispel eine fast vergessene Gabe der Natur
Als ich Ende letzten Jahres in einem Obst- und Gemüsegeschäft auf zum Verkauf angebotene "merkwürdige" Früchte stieß, ahnte ich noch nicht, was das in mir auslösen würde und wie sich das Erlebte in "mein Leben schleichen" würde. Ich hatte für mich die Mispel entdeckt, ohne das zunächst zu begreifen. Es handelte sich damals um reife Früchte, deren Herkunft ich nicht mehr weiß (vermutlich Südeuropa) - ich als neugieriger Mensch habe sie gekauft und zu Hause probiert - sie waren essbar! Ein bisschen herb aber aromatisch. Ich bin noch einmal in das Geschäft gegangen und habe noch welche gekauft.
Von zwei der Früchten hob ich mir Kerne auf und trocknete sie zunächst, um sie später in einem Töpfchen in Erde zu legen - in der Hoffnung, dass sie keimten. Das geschah tatsächlich und es gab drei kleine Pflänzchen, die ich fotografierte. Und als hätten sie sich das so ausgedacht, waren in dem Töpfchen drei Pflanzen in unterschiedlichem Wachstumsstadium zu sehen. Da ich zur Zeit keinen eigenen Garten und auch keinen Balkon oder sonstige Möglichkeit habe, solche Pflanzen weiter zu kultivieren, habe ich sie in gute Hände verschenkt. Dort werden sie einst Früchte tragen und ihre Besitzer erfreuen.
Damit nicht genug. Bei einem Hundespaziergang stieß ich unvermittelt auf zunächst ein, später drei Mispelbäumchen - leider direkt an einer stark befahrenen Strasse, also konnte ich wirklich vor ein paar Tagen nach den ersten Frostnächten nur eine einzelne Frucht probieren, ohne Schaden zu nehmen.
Das ganze Erlebnis hat mich aber so sehr gefesselt, dass ich hier diesen kurzen Bericht veröffentliche und - vielleicht hat der eine oder andere Leser einen Mispelbaum im Gartem . . .
Ich habe im Internet ein bisschen recherchiert und viel Interessantes gefunden.
So z.B. hier über die Inhaltstoffe und hier weitere Informationen und Tipps mit schönen Bildern.
Für mich bleibt nur die Hoffnung, dass ich dereinst auch einmal einen Mispelbaum finde, der nicht durch Umweltbelastungen vergiftete Früchte trägt . . . Bericht: Walter M. Gruhn mit eigenen Fotos - die Fotos auf den genannten Internetseiten gehören den jeweiligen Besitzern
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Der "Kürbismonat" Oktober
Wer kennt sie nicht, die orangefarbenen Früchte der Kürbispflanze. Und die älteren unter uns wissen auch, dass man aus diesen nicht nur schauerliche, von innen mit Kerzen beleuchtete Fratzenköpfe schneiden, sondern auch schmackhafte und nahrhafte Gerichte zaubern kann. In "ärmeren" Zeiten wurde außer Suppe auch sauer oder süßsauer eingelegtes Kürbiskompott zubereitet - heute fast (zu Unrecht) vergessen.
Der Hokkaido-Kürbis gehört zu den wertvollsten Vertretern der Kürbisfamilie. Sein festes orangefarbenes Fruchtfleisch enthält weniger Wasser und dadurch mehr Nährstoffe als das seiner größeren Verwandten. Das Hokkaido-Fleisch ist sehr kalorienarm und reich an Kalium, Magnesium, Vitamin A und C sowie Folsäure, Betakarotin, Pantothensäure und Kupfer. Bildquelle http://www.daskochrezept.de/zutat/hokkaido-kuerbis/
Nährwertangaben pro 100 g: Eiweiß 1,7 g , Fett 0,6 g , Kohlenhydrate 12,6 g , Ballaststoffe 2,5 g , Vitamin C 32,1 mg , Energie 63 kcal , Kalium , Vitamin A , Vitamin E , Vitamin B-Komplex , Kalzium , Magnesium , Folsäure , Antioxidantien , Carotinoiden
Für diesen Monat schlagen wir eine Kürbissuppe vor
Zutaten für ca 4 - 6 Portionen
- 1 ca 1kg schweren Hokkaido-Kürbis
- 3 mittlere mehlig kochende Kartoffeln
- 2-3 Karotten
- 1 mittlere Zwiebel
- Olivenöl
- Salz, Ingwerpulver, Senf, Chilipulver
- Gemüsebrühe
- süße Sahne oder Schmand zum Verfeinern
Zubereitung
ACHTUNG : der Hokkaido wird NICHT geschält - alles kann gegessen werden! Den Kürbis vierteln, die Kerne herauslösen (nicht wegwerfen - man kann sie trocknen und als Snack essen - oder, wenn Sie einen guten Mixer haben, können die Kerne mit püriert werden!) und dann den Kürbis in Stücke schneiden. Die Kartoffeln waschen und mit der Gemüsebürste abbürsten - nicht schälen - und in Stücke schneiden. Die Karotten auch abbürsten und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden oder hacken.
In einem passenden Topf das Olivenöl erhitzen und darin die Zwiebeln und Karotten anschwitzen. Dann die Kürbis- und Kartoffelstücke dazu geben etwa 1/2 Liter Brühe angiessen, Ingwerpulver und Salz nach Geschmack zugeben und aufkochen lassen. Bei kleiner Flamme köcheln lassen.
Von Zeit zu Zeit prüfen, ob das Gemüse weich ist. Jetzt entweder mit einer Gabel die Gemüseteile zerkleinern oder in einem Mixer oder mit dem Pürrierstab durcharbeiten. Es ist Geschmackssache, ob man alle Gemüseteile kleindrückt oder ob man Stücke in der Suppe läßt . . . Wem die Suppe zu dick oder sämig ist, kann ohne Weiteres noch mit Gemüsebrühe strecken.
Vor dem Servieren mit Senf und Chilipulver abschmecken und nach Belieben süße Sahne und/oder Schmand zugeben sehr lecker!
weitere Informationen und Tipps auf dieser Seite
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gefunden im Allgemeinen Anzeiger Gotha (14.September 2011)
Wasser aus der Quelle
Ein eigener Brunnen versorgt das Tretbecken der Ohrdrufer Grundschule mit kühlem Nass
OHRDRUF. Schon seit Jahren leben die Schüler und Lehrer der Ohrdrufer Grundschule Carl Eduard Meinung die kneippschen Lehren. Die fünf Säulen gesunde Ernährung, Verwendung von Kräutern, Sport, Wasseranwendungen und Entspannung haben als ganzheitliches Konzept einen festen Platz im Alltag der Schule.
Am vergangenen Freitag (9.9.2011) erhielt die Grundschule einen eigenen 17 Meter tiefen Brunnen. Stolz stellt die Direktorin Margrit Kehl zur feierlichen Einweihung fest: "Endlich müssen wir nicht mehr kostbares Trinkwasser für das Becken verwenden, sondern können es mit eigenem Quellwasser füllen". Bereits 2009 erhielt die Einrichtung ein Tretbecken im Wert von 10.000 Euro vom Landkreis Gotha. Nun folgte die Eigenwasserversorgung. Mit rund 4.500 Euro unterstützte das Thüringer Gesundheitsministerium den Brunnenbau. Unter Anwesenheit der Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit Heike Taubert, von Landrat Konrad Gießmann, den Beigeordneten Helmut Marx und Thomas Fröhlich, Dr. Sigurd Scholze vom Kneipp-Landesverband Thüringen, Ohrdrufs Bürgermeisterin Marion Hopf, der Gräfenhainer Bürgermeisterin Ingrid Möller und Heike Kessel vom Schulverwaltungsamt boten alle Klassen der Grundschule ein Programm aus Gesang, Tanz und Bewegung.
Frau Kehl ist überzeugt, dass das Kneippen die schulischen Aktivitäten und erfolgreiches Lernen unterstützt, und: "Gesunde Kinder sind fröhlicher! Wir Lehrer arbeiten seit Jahren an der Zertifizierung, bilden uns weiter und werden Ende des Jahres alle Unterlagen einreichen."
Dr. Sigurd Scholze freut sich bereits darauf, im kommenden Jahr als Pfarrer Kneipp an die Schule zurückzukehren und das Zertifikat zu überreichen, denn: "Die Erfahrungen in unseren 28 Kindergärten und mittlerweile fünf zertifizierten Kneippschulen sind durchaus positiv," Dr. Scholze freut sich darüber, dass das Kneippen in seiner Heimat so viel Zuspruch erfährt, schließlich führt das Leben nach den fünf Säulen dazu, dass Kinder und Erwachsene gesund und ausgeglichen bleiben oder werden. Frei nach dem Urvater des Kneippens, Wasserdoktor Sebastian Kneipp: "Glücklich der Mensch, der es versteht und sich bemüht, das Notwendige, Nützliche und Heilsame, mehr und mehr sich anzueignen."
Auch die Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit Heike Taubert ist begeistert vom Auftritt der Kinder: "In den Schulen muss noch viel getan werden. Besonders gefällt es mir, wenn sich Schulen ein Konzept geben und diese Ideen weitertragen. Es ist wichtig, dass ihr euch gut entwickelt, wir brauchen euch für unsere Rente."
Abschließend dankte die Direktorin allen Beteiligten, besonders dem Förderverein, und hofft auf gutes Gelingen.
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Sich Wohlfühlen mit Wasser.
Die Wassertherapie nach Kneipp
aus dem Internet
"Ich glaube, dass ich kein Heilmittel anführen kann, das sicherer heilt als das Wasser" [Sebastian Kneipp]
Die bekanntesten Anwendungen der Kneipp-Kur sind die Wasseranwendungen und hierbei vor allem das Wassertreten, fehlen doch in kaum einem Kurort die entsprechenden Becken. Ganz ohne Hilfsmittel kommt das Tautreten aus, man muss nur über eine taunasse Wiese laufen! Und zu Kneipps Zeiten wurden die Wassergüsse einfach mit einer Gießkanne verabreicht.
Schon zu Lebzeiten wurde Kneipp als der "Wasserdoktor" bezeichnet.
Anfangs erprobte Kneipp, damals noch Student und selbst an Tuberkulose leidend, die Wirkung des Wassers an sich selbst aus, und zwar auf recht rabiate Weise, nämlich durch "Halbbäder ... von drei bis vier Sekunden bei zehn bis fünfzehn Grad Kälte (in der Donau). Müde ging ich hinaus, neu aufgefrischt und gestärkt ging ich jedes Mal heim ..."[S.Kneipp: 'Aus meinem Leben']. Und so gewann er "die überzeugung, wenn es für (ihn) ein Heilmittel gibt ... so wird es das Wasser sein." Mit der Zeit verfeinerte der Pfarrer die Methoden und vor allem - er milderte sie ab, so dass niemand mehr eine Schockbehandlung erwarten muss, für die eine robuste Natur notwendig ist.
Die Wirkung der Wasserkur beruht auf der Stärkung der Selbstheilungskräfte des Körpers durch milde Reize. Die vom Wasser ausgehenden Temperaturreize (kalt/warm) regen den Blutkreislauf an und fördern dadurch den Stoffwechsel und damit die Entschlackung des Körpers. Die Spanne der Anwendungen reicht von Waschungen, über Güsse, Wickel und Kräuterbäder bis zum Blitzguss. Manche Methoden lassen sich einfach in den Ablauf des täglichen Lebens einbauen (Waschungen, Tautreten); andere sind eher nur für den Kuraufenthalt oder zumindest den Urlaub gedacht, da sie müde machen (vor allem Wickel).
Einfaches Waschen ist jedoch von einer kneippschen Waschung weit entfernt.
Kneipp unterscheidet zum Beispiel bei einer Waschung zwischen Anregung oder Beruhigung. Bei ersterer wird mit einem Waschlappen Wasser in Zimmertemperatur auf den Oberkörper verteilt. Angefangen wird immer Herz fern- mit dem rechten Arm an der Handoberfläche, dann außen hoch zur Schulter, die Innenseite des Arms entlang, und danach genauso links seitig. Erst zum Schluss wird Brust, Bauch und Rücken gewaschen. Den so dünn verteilten Wasserfilm sollte man an der Luft trocknen lassen, um den Effekt der Verdunstung zu erhöhen. Die Unterkörperwäsche, die in analoger Form erfolgt, bringt hingegen einen entspannenden Effekt und ist insbesondere vor dem Schlafengehen zu empfehlen.
Einen breiten Raum in den kneippschen Lehren nehmen Bäder in vielfältigen Formen ein. Grundsätzlich unterscheidet Kneipp zwischen Voll- und Teilbädern des Körpers, je nach Bedürfnis oder Beschwerde. Warmbäder zwischen 37 und 38 Grad, werden bei Kneipp durch zehn bis fünfzehn Sekunden Kaltbad abgewechselt, wobei darauf zu achten ist, dass immer mit dem kalt aufgehört werden muss. Packungen und Wickel sind ein altbewährtes Mittel gegen die unterschiedlichsten Beschwerden. Ob Kalt- oder Heißwickel gilt grundsätzlich, dass dem aufgetragenen Leinen- oder Baumwolltuch verschiedene Kräuter beigegeben werden sollten. Aber auch Lehm, Quark, Honig und Essig kommen zur Anwendung. Kneipps Lehre besagt, dass der Mensch einmal wöchentlich so richtig schwitzen sollte. Dies entschlackt den Körper und steigert das Wohlbefinden. Die positiven Effekte des Saunierens verbindet er mit dem Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes durch viel trinken, vor allem von Mineralwasser, und/oder Kräutertees. Seine Empfehlung für einen erwachsenen Menschen liegt bei zwei bis drei Litern, die gleichmäßig über den Tag verteilt zu sich zu nehmen sind.
Gefunden bei weit-weg.de/reiseberichte Fotos aus der jeweils angegebenen Quelle
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gefunden im Allgemeinen Anzeiger Gotha
Regenbogenschule erhält Kneipp-Zertifikat
Kneipparzt und Landesvorsitzender des Kneipp-Verbandes Thüringen Dr. Sigurd Schulze gratuliert
Von Livia Zimmermann
Mit einem bunten Rahmenprogramm aus Musik und Tanz empfingen die Schüler der Regenbogenschule Gotha ihre Gäste. Die ungefähr 150 Plätze der Turnhalle der Schule waren alle besetzt. Feierlich verlieh Dr. Sigurd Scholze, Kneipparzt und Landesvorsitzender des Kneipp-Verbandes Thüringen das Prädikat "vom Kneipp-Bund anerkannte Schule".
Stolz blickt die Schulleiterin Barbara Bertram auf das Erreichte und setzt mit ihrem Team die fünf kneippschen Säulen um: "Sehr lange und intensiv haben wir uns auf die Verleihung dieses Titels vorbereitet. Irgendwann kam uns Lehrkräften die Idee, dass gesunde Ernährung, Verwendung von Kräutern, Sport treiben, Wasseranwendungen und die nötige Entspannung für unsere Schüler ein guter Ausgleich für das Lernen am Computer, das Schreiben, Lesenlernen und das Rechnen sein könnte. 22 Lehrerinnen und Lehrer sowie Sozialpädagogische Fachkräfte entschlossen sich, an vielfältigen Weiterbildungen auf diesem Gebiet teilzunehmen und das Zertifikat als Gesundheitslehrer oder Erzieher zu erwerben."
Schon lange ist die praktische Umsetzung der 5 Säulen des von Pfarrer Kneipp entwickelten Gesundheitskonzeptes Bestandteil des Stundenplanes der Regenbogenschule. Die Entspannung im Sinnesraum oder im Snoezeleraum, die Nutzung des Fußpfad im Freien, Klangschalengeschichten, Schwimm- und Sportwettkämpfe, Fußball spielen, gesundes Frühstücken und vieles andere gehören wie selbstverständlich zum aktiven Schulleben, berichtet Frau Betram weiter.
Der Urvater des Kneippens Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 - 1897) heilte seine Tuberkulose durch Wasseranwendungen in der kalten Donau. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelte er sein
Gesundheitskonzept, behandelte Kranke und erlangte weltweite Bekanntheit. Systematisch setzte er sich mit dem Einfluss des Wassers auf den Organismus und der vorbeugenden Wirkung einer gesunden Lebensweise auseinander.
Kneipps Kerngedanken sind: "Wie kann man vielen Krankheiten vorbeugen? Wie kann man so manche vorzeitigen Todesfälle verhüten?" Aus diesen Gedanken heraus entstanden die fünf kneippschen Säulen.
Dr. Sigurd Scholze ist überzeugt: "Die Erfahrungen in unseren 28 Kindergärten und mittlerweile fünf zertifizierten Kneippschulen sind durchaus positiv." Laut Dr. Scholze wird der Reizüberflutung des Alltags und der Medien entgegengewirkt. Die Kinder sind seltener krank, die Infektanfälligkeit sinkt, die Infekte treten jahreszeitlich später auf und wenn sie erkranken, ist die Verweildauer zu Hause kürzer als früher, bevor mit den Kneippanwendungen begonnen wurde. Kneippen stärkt die Immunabwehr, regt den Kreislauf an und Nachteile sind ihm nicht bekannt.
Für Dr. Scholze ist das vorbildlich, denn: "Kinder und Jugendliche erleben heute vielfach ein Wechselbad zwischen Über- und Unterforderung, Überfluss und Mangel.
Gesundheit ist viel mehr als die Abwesenheit von Krankheit, nämlich ein Gleichgewicht von störenden und schützenden körperlichen und geistigen Faktoren, die täglich ins Gleichgewicht zu bringen sind."
Das gelingt am besten, wenn man es von Kindheit an gelernt hat, mit seinem Körper und seiner Persönlichkeit souverän und vernünftig umzugehen, wobei zum Wohlbefinden die Lebenssituation in Familie, Freundschaften, Wohn- und Ernährungsbedingungen und der Ausgleich zwischen Leistungsanforderung und entspannender Freizeitaktivität maßgeblich beitragen, so Dr. Scholze.
Text auszugsweise übernommen aus der "Allgemeiner Anzeiger Gotha" zum Mittwoch 29. Juni 2011
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. . . neulich auf der
Kräuterwiese
Die kleine Anhöhe mit dem Namen "Himmelsleiter", hält heute, was ihr Name verspricht. Der Himmel ist hier sehr nah. Bleigraue Gewitterwolken hängen tief über den Hügeln. Noch findet die Sonne Schlupflöcher, noch zirpen ahnungslos die Grillen. Ich beäuge misstrauisch den Himmel, Elvira die Kräuterfrau wissend die Wiesen. Ich sehe nur grün. Links grün, rechts grün.
Aha, ruft da die Kräuterfrau und zupft an einem unscheinbaren Blättchen. Sieht fast aus wie Dill, bemerke ich fachmännisch. Sie hält mir das Blättchen entgegen. Ich soll kosten. Na gut. Sie ist schließlich das "Kräuterchen". Schmeckt wie Maggi. Gar nicht schlecht. Nicht wahr? Sie guckt ein bisschen triumphierend. Bärwurz! Den hat schon Hildegard von Bingen gesammelt und aus der Wurzel lässt sich ein passabler Magenschnaps brauen.
"Die zarten Blätter des Bärwurz sind ein fast vergessenes Würzkraut"
Noch ein Hälmchen? Während ich am Bärwurz-Nachschlag kaue fischt sie aus den Tiefen ihres Rucksacks ein Gläschen hervor mit einem Gelee in Hellgelb. Sie reicht ein Löffel voll. Und? Irgendwie süß, irgendwie blütig... Sie zeigt auf die tief hängenden Zweige neben sich.
Tannenbaumgelee?! Fichte, korrigiert sie milde. Und das Gelee ist aus den frischen Maitrieben. Ich nasche also grade an einem potenziellen Weihnachtsbaum. Sie können aber noch mehr, die zarten Fichtentriebe. Schmerzende Gelenke besänftigen zum Beispiel.
In ihrem Laden über den Regalen mit dem Holundergelee und dem Lebensöl liegt ein alter Koffer. Darauf hockt listig eine Hexe. Die hat aber nichts zu bedeuten. Der Koffer schon. Mit ihm ist Urgroßvater Otto ist bis nach Oberbayern gezogen, um Tinkturen, Salben und Öle zu verkaufen. Er gehörte zur letzten Generation der Buckelapotheker der Dörfer um unser Dorf. Man kann auch Olitätenhändler sagen, das klingt vornehmer.
Und Urgroßmutter Helene verstand genauso viel vom Kräuterwesen. Von ihr hat sie noch einiges gelernt. Außerdem gibt es da das alte Rezeptbuch vom Urgroßvater in grazilem Sütterlin: Schweinspulver, Krätzesalbe, Melissengeist, Lebensöl... Das klingt jetzt ein bisschen wie Kräuterkunde in Hogwarts.
Aber da hat sie schon ein neues Gewächs entdeckt. Das gehört, sagt sie streng und hält ein Blättchen in die Luft wie eine Standarte, in jede Hausapotheke. Schafgarbe. Der Tee wirkt blutstillend.
Färberginster dagegen blutreinigend und hilft bei Harnproblemen und Rheuma. Viele Kräuter wirken ähnlich. Man muss nur wissen, welche in der eignen Gegend wachsen. Sie schaut ein paar Schritte lang auf die Wiese und da steht auch schon welcher. Wie gerufen. Langsam wird mir die Frau unheimlich. Ich hocke mich daneben, zeige wahllos auf ein gezacktes Blatt, in dem ein Wassertropfen glitzert. Frauenmantel! "Frauenmantel hat schon Hildegard von Bingen als Heilkraut geschätzt." Sie kennt sich auf der Wiese aus wie ich auf meinem Balkon. Nur dass dort bescheiden vier Pflanzen wachsen. Ich flüchte aus dem Gras. Mein Bein brennt. Ich muss mich in eine Brennnessel gehockt haben. Sie lacht. Kann nur gut sein. Früher hat man das alten Menschen mit Gelenkschmerzen empfohlen. Geh in die Brennessel!
Manchmal gibt sie Seminare in Kräuterkunde. Dann führt sie staunende Menschen über die Wiesen und anschließend in ihre Giebelstube. Dort, am alten Tisch der Urgroßmutter, wird dann gebraut, geschnipselt, gezupft und Tee gekocht. Kräuterwissen hat Konjunktur. Klar, sage ich, wer heutzutage nicht bärchlaucht, ist irgendwie out. Sie findet das nicht komisch. Sie hat schon Leute in ihren Workshops gehabt, die danach ernsthaft begannen ihre Lebensweise zu hinterfragen.
Ist sie ein glücklicher Mensch? Sie überlegt. Ich bin wohl, sagt sie dann, ein Gute-Laune-Mensch. Natur ist doch nicht nur grün. In der Natur hat alles einen Sinn. Man sieht mehr, wenn man den begriffen hat. Vielleicht, dass sie sich mehr Zeit gibt. Wenn man so wie sie, im Rhythmus der Natur lebt, bleibt im eigenen Alltag etwas davon haften. Von der Hastlosigkeit, der Beständigkeit.
Ausschließlichkeiten sind nicht ihr Ding. Sie braut sich Teekuren aus Birkenblättern, aber wenn der Kopf mal richtig weh tut, schluckt sie auch eine Tablette.
Auf der Wiese mümmeln ein paar Kühe Gras und Kraut.
Gegen Kopfschmerzen, Gallensteine, Depressionen, Verstopfungen, Magenweh und Gelenkbeschwerden. Sie wissen gar nicht, wie gesund sie leben. Sie greift noch einmal in ihren Rucksack und holt eine Handvoll verschrumpelter Beeren hervor. Wieder kosten? Sie nickt. Sie schmecken säuerlich. Eberesche. So viel Vitamin C hat nicht mal Zitrone. über der Himmelsleiter grollt es jetzt bedrohlich. Wir finden noch allerlei Kräuter mit merkwürdigen Namen. Blutwurz, Spitzwegerich, Hirtentäschel, Beifuß, Ehrenpreis.
Aber es genügt nicht. Eines fehlt noch. Es muss hier irgendwo wachsen. Wenigstens ein Pflänzchen. Sie sucht den Boden ab wie Goldwäscher ihre Siebe. Sie kriecht furchtlos unter dem Weidezaun hindurch zu den mümmelnden Kühen.
Bingo! Ich krieche hinterher. Ein winziges Pflänzchen mit noch winzigeren Blüten. Sie streicht fast zärtlich drüber. Sehen sie nicht aus wie Wimpern? Ich sehe keine, sage aber nichts. Augentrost, freut sie sich. Früher nannte man es auch Magentrost. Ein Tee half bei entzündeten Augen und bei Magenschmerzen, man kann es auch als Gewürz verwenden. In Hauffs Märchen verdankt sein Einsatz Zwerg Nase den Durchbruch als königlicher Koch. Ich gucke erstaunt - und die Kräuterfrau zufrieden.
Dann hat sie es eilig. Die Pflicht in ihrem kleinen Lädchen ruft. Und ich bekomme zum Abschied einen Fingerhut voll Lebensöl. Schmeckt nach Anis und Zimt. Er macht warme Gefühle, verspricht sie. Draußen fallen dicke Tropfen. Wird eine Regenfahrt. Macht aber nichts. Ich hab ja am Lebensöl genascht.
Text auszugsweise übernommen aus der "Thüringer Allgemeinen" zum Sonntag vom 11.Juni 2011 Bilder: de.wikipedia.org ; www.awl.ch ; saatgut-vielfalt.de ; pictocon.net zum Anfang zurück
. . . im Mai 2011
Über den Storchenschnabel
Der Storchenschnabel (bot: Geranium robertianum (syn. Geranium foetidum, G. graveolens, G. robertiella robertianum, G. robertium vulgare, G. rubellum, G. rupertianum)(syn. Bockskraut, Gottesgnadenkraut, Robertskraut, Rotlaufskraut, Stinkender Storchschnabel) äußert in seiner Wirkung eine gewaltige Zugkraft, weshalb das grüne Kraut bei Mittelohreiterung und verschiedenen Ohrenleiden, die von Erkältung herrühren mit sicherem Erfolg gebraucht werden kann.
Sobald sich ein Ohrenleiden bemerkbar macht, hole man sofort grünen Storchenschnabel, diesen macht man zu einem Bündel und legt ihn um den Hals; dieses Mittel zieht augenblicklich die Schmerzen aus und heilt das Übel schnell, wenn man in die Ohren noch etliche Tropfen süsses Mandelöl, das mit ebensoviel Hauswurzsaft gemischt wurde, träufelt. Man kann zu diesem Zweck auch ein Kopfkissen mit Storchschnabelkraut füllen und über Nacht darauf schlafen. Schon nach 3-4 Tagen ist auch ein hartnäckiges Leiden behoben. 
Paracelsus, der berühmteste Arzt, den die Welt je gesehen hat, empfiehlt Storchenschnabel den Mutlosen, Traurigen und Schwermütigen.
Nach Ficino Marsilio: "Ein herrliches Mittel, das viele hunderte Menschen vom Fieber befreit hat und gleich gut als Universalarznei ist: Man nehme Storchenschnabelkraut, Teufelsabbisswurzel von jedem 30 Gramm und siede dieses in 2 Liter Wasser solange, bis das Wasser zur Hälfte eingekocht ist, teile den Absud zu drei gleichen Teilen und trinke dies auf dreimal. Ehe der Patient mit dem Trinken fertig wird, ist er ganz kuriert."
Ein anderer Praktiker, der auch sehr berühmt ist, Künzle, berichtet: "Tatsache ist, dass böse Augenentzündungen, Halsweh, Zahngeschwülste, furchtbare Nervenschmerzen in den Wangen, Füssen, unerträgliche Schmerzen im Magen, durch Auflegen von grünem, zerquetschtem Storchenschnabel rasch verschwinden, ebenso bei Nierenschmerzen und Anschwellen der Glieder, ferner rühmt man dieses Kraut bei allen Ausschlägen, trockenen und nassen Flechten, wenn man das kranke Glied in dem Absud badet."
A. J. Barth schreibt ein ganzes Werk über den Storchenschnabel, in dem er unter anderem sagt: "Man sucht jenen Storchenschnabel, welcher auf Mauern und steinigen Plätzen mit braunem Stengel und ebensolchen Blättern vorkommt, und macht ein Bündel daraus. Dieses legt man dem Patienten auf den Nacken, auf die blosse Haut; nachdem das Kraut trocken geworden ist, nehme man aufs neue grünem Storchenschnabel und legt ihn wieder auf, und so fort fahren. Der Kräutermann behauptet, dass ein Arzt des Juliusspitals in Würzburg damit viele Blinde wieder zum Sehen gebracht und eine Menge Gehörleidende geheilt hat."
Wie hier gesagt, heilt dieses Kraut verschiedene Flüsse, stärkt die Nerven und beseitigt Nervenüberreizung.
Außerdem hat sich der Storchenschnabel bei Gicht und Rheumatismus heilsam gezeigt, wenn diese Leiden durch Erkältung verursacht wurden. Ferner empfiehlt man ihn bei Wechselfieber, Nervenentzündung, Nierenstein, Blutharn; äußerlich bei Wunden, Verletzungen jeder Art, bösartigen Geschwüren, krebsartigen Wunden, Rachengeschwüren, Rotlauf und Brustkatarrh. Seine Namen "Gichtkraut" und "Ruhrkraut" deuten darauf hin, dass dieses Kraut bei solchen Leiden hilft.
Bildquelle in allen drei Fällen: www.awl.ch
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. . . im März 2011
Der Frühling ist da !!
Zeit, Misteln zu sammeln
Der botanische Artname lautet Viscum (bot: viscum album)(lat. für Leim oder Klebstoff). Von den Römern wurde aus den klebrigen Beeren Vogelleim hergestellt, der dem Vogelfang diente. Der Begriff Viskosität als ein Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluids geht auf den klebrigen Schleim der Mistelbeeren (Mistelleim) zurück, bedeutet also wörtlich "Misteligkeit" oder "Leimigkeit".Der Mistel wird seit Alters her viel Mystisches aber auch Heilsames nach gesagt. Wer hätte nicht schon davon gehört, dass es etwas besonderes ist, unter einem Mistelzweig geküsst zu werden..!
Daneben werden ihm stärkende Wirkungen zugesprochen.
Medizinisch wird die Mistel zur Blutdrucknormalisierung eingesetzt. Hoher Blutdruck wird gesenkt, zu niedriger angehoben. Für die häus- liche Anwendung nimmt man hier getrocknete Mistelblätter - die man am besten im Februar bis April sammelt und trocknet - und grundsätzlich mit kaltem Wasser über Nacht als Tee ansetzt. Den Tee schluckweise über den Tag verteilt bald verbrauchen.
Die Misteltinktur wird aus einem Ansatz aus frischen Blättern und einem Doppelkorn oder anderem Schnaps nach Belieben gewonnen. Der Ansatz sollte wenigstens 14 Tage stehen, bevor man die Tinktur benutzt.
Die Normaldosis beträgt bis drei Mal täglich bis sechs Tropfen in einem Glas Wasser. Nehmen Sie die Tinktur zwischen den Mahlzeiten ein.
 Inhalts- und Wirkstoffe der Mistel
Die Mistel enthält eine große Palette an Inhaltsstoffen, die diese Pflanze so wertvoll macht. Asparagin, Histamin, Alkaloid, Inositol, Harz, Pyridin, Saponin, Schleim, Zink oder auch Oleanolsäure sind hierbei die Hauptinhaltsstoffe dieser Pflanze. In den Eigenschaften zeigt sich die Mistel als beruhigend, blutstillend, harntreibend, entzündungshemmend, tonisierend und auch krampflösend.
Anwendungsgebiete
Dank der positiven Eigenschaften und Wirkstoffen findet die Mistel und hier besonders auch der Misteltee bei folgenden Beschwerden seinen Einsatz: Bluthochdruck, Herzschwäche, Arteriosklerose, Ödeme, Fieber, Verdauungsprobleme, Gallen-, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Gelenkentzündungen, Rheuma, typische Frauenbeschwerden, Ekzeme, Krebs (begleitend) oder auch Heuschnupfen und Krampfadern sind die Anwendungsgebiete, bei denen gerade auch der Mistel Tee als Heilkräutertee äußerst positiv wirken kann. Quelle:http://www.miomedi.de/ernaehrung/tee/heilkraeuter-tee/mistel-tee/mistel-tee.html Einige Informationen zur Mistel und zur Misteltherapie bei Krebserkrankungen bitte hier lesen und selbst interpretieren. Bei Wikipedia oder hier
Misteltherapie alternativmedizinisch
Wie man leicht sehen kann, wird die Misteltherapie kontrovers diskutiert - jeder muss letztlich selbst entscheiden, wie er dazu steht.
Bildquelle in allen drei Fällen: www.pixelio.de
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Bärlauchzeit
Wir freuen uns bereits im März ganz besonders auf die frischen Kräuter, das sind bemerkenswerte Geschenke der Natur! Sie erscheinen schon, bevor wir an Bäumen oder Sträuchern ersten Knospenbruch entdecken.
Sie helfen uns mit ihren Wirkstoffen, den Winter abzuschütteln indem sie uns laben und unseren Körper entgiften : wir können frisch gestärkt ins Jahr zu starten!
Wir beginnen auf dieser Seite einmal mit dem Bärlauch (allium ursinum)
Bärlauch (Allium ursinum benannt von Carl von Linné) gehört, zusammen mit Lauch und Zwiebeln, zur Familie der Lauchgewächse (Alliaceae). Weitere Namen sind: Uniones (im Capitulare de Villis von Karl dem Grossen), Bärenlauch, Bärenkraut, Waldknoblauch, wilder Knoblauch, Wilder Knofel, Latschenknofel, Zigeunerknoblauch, Zigeunerlauch, Zigeunerzwiebel, Judenzwiebel, Hexenzwiebel, Wurmlauch, Ränsel, Rams, Ramsel, Ramschel, Rämschele, Ramson,
Wald- oder Wildknoblauch wird der Bärlauch im Volksmund genannt, weil er gerne auf feuchten, humusreichen Böden in Laub- und Auenwäldern wächst.
Der botanische Artname ursinum stammt aus dem lateinischen und bedeutet "vom Bären verzehrt". Der alte Name Rams/Ramsen soll auf den durchdringenden Knoblauchgestank Bezug nehmen und bezeichnet den üblen Geruch von Ziegen und Schafen.
Den Namen Bärlauch soll er daher haben, dass die Bären im Frühjahr nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf sich am ersten Grünen gütlich taten, darunter war natürlich auch der Bärlauch. Ob die Bären das Kraut bewusst zur Entschlackung gegessen haben, ist wohl eher eine Vermutung als eine Tatsache. Weil der Bär die Pflanze frass, glaubte man, dass seine Kraft auf die Pflanze übergehen könne und der Mensch diese Kraft ebenfalls bekomme, wenn er Börlauch esse.
Achtung: Börlauch (wie alle Allium-Arten) ist für Haustiere (Hunde, Katzen, Meerschweinchen etc.) giftig. Es führt zur sogenannten Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) (siehe Universität Zürich Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie. Also: nicht alles, was dem Menschen bekommt und schmeckt, ist auch gut für sein Haustier!
Der Bärlauch ist mehrjährig und treibt im zeitigen Frühjahr (Februar bis März) noch vor dem Laubaustrieb der Bäume aus. Aus einer kleinen, weissen Zwiebel wachsen in der Regel zwei grundständige, saftig grüne, lanzettliche, paralellnervige, 15-20cm lange und bis 7cm breite Blätter an einem kurzen Stiel. Das Blatt ist leicht überhängend.
Bärlauch nicht mit dem giftigen Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechseln
Die Blätter erinnern an die Blätter des sehr giftigen Maiglöckchens, also bitte aufpassen!
 ABB von links nach rechts : Bärlauch, Maiglöckchen, Herbstzeitlose
Im Zweifelsfall hilft es, ein Blatt zu zerreiben: Bärlauch riecht stark nach Knoblauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose nicht. Aber auch dieses Hilfsmittel versagt nach einigen Proben: die Finger nehmen den Geruch des Bärlauchs an.
Bärlauch wächst gerne auf humosen Böden in feuchten Lagen in schattigen Laubmischwädern und besonders in Auenwäldern. Er bildet oft grosse, dichte Felder, die dank dem "Knoblauchduft" schon von weitem zu erkennen sind.
Der Bärlauch kommt in fast ganz Europa und auch im Kaukasus und in Nordasien vor.
Die Bärlauch-Blüte
Aus der Blattrosette wächst ein aufrechter Stängel mit der Blüte. Die Blüte besteht aus einer Scheindolde mit 1-2cm grossen sternförmigen Blüten. Diese haben sechs reinweisse, vorne spitz zulaufende oder stumpfe Blütenblätter und sitzen auf geraden, 1-2cm langen Blütenstielen.
Die Blütezeit ist von April bis Juni.
Sammelzeit für den Bärlauch
Die langgestielten, aus dem Boden spriessenden Blätter werden vor der Blüte zwischen März und Mai frisch gesammelt. Bitte immer nur ein Blatt pro Pflanze, die Zwiebeln sollte man zum Erhalt der Bestände nicht ernten.
Die Vermehrung
Der Bärlauch bildet keine Brutzwiebeln aus der Blüte, sondern Samen mit kleinen fleischigen Anhängseln, das sogenannte Ameisenbrot, die eine Verschleppung der Samen durch Ameisen und dadurch eine erfolgreiche Verbreitung der Pflanzen sicherstellen. Er vermehrt sich auch durch schlanke, unterirdische Ausläufer.
Der Bärlauch hat nur eine kurze Vegetationsperiode, welche mit dem Austrieb der Zwiebel im Februar oder März beginnt und bereits Ende Juni mit der Samenreife und dem Einziehen der Blätter wieder aufhört. Den Rest der Zeit sieht man vom Bärlauch nichts mehr.
Text-Quelle http://www.herbula.ch/sorten/baerlauch.php
Für diesen Monat schlagen wir ein Bärlauchpesto vor
Zutaten für ca 200g Bärlauchpesto
- 100 g frischer Bärlauch
- 50 g Pinienkerne
- 5 Cashewnüsse
- 30 g Parmesan oder alten Pecorino
- Olivenöl
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Als erstes die Bärlauchblätter waschen und grob hacken. Die Pinienkerne und Cashewnüsse in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten. Den Käse fein reiben.
In einem Mixgefäß die Blätter, Kerne, Nüsse und Käse geben und pürieren.
Olivenöl nach und nach dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Bärlauchpesto zu einer geschmeidigen Creme pürieren.
Aber bitte nicht übertreiben, so kurz wie möglich im Schlagwerk des Mixers durcharbeiten!
Wer es erwarten kann, sollte das Pesto in ein Glasgefäß geben und mit etwas Olivenöl begiessen und für ein paar Tage ziehen lassen. Das Pesto hält sich auch nach dem Anbruch einige Wochen.
Eine Alternative für Menschen mit Unverträglichkeit von Nüssen und Kernen: ersatzweise die vergleichbare Menge von Semmelbröseln mit Olivenöl ein wenig in einer kleinen Pfanne anrösten und anstatt der Kerne/Nüsse dem Pesto untermischen - schmeckt auch sehr lecker!
Quelle und weitere Tipps auf http://www.huettenhilfe.de/rezept-barlauchpesto_4240.html
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Der Dezember 2010 im Zeichen des Kohl
Kohl stärkt die Abwehrkräfte
Unter den Gemüsesorten rangiert Kohl ganz oben, was den Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen angeht. Zum Aufbau der Abwehrkräfte liefert Kohl reichlich Vitamin C.
In 100 Gramm Weißkohl steckt die gleiche Menge an Vitamin C wie in einem Glas Orangensaft. Schon eine Portion Rosenkohl deckt den doppelten Tagesbedarf an Vitamin C. Zudem enthält Kohlgemüse die Antioxidantien Provitamin A (Beta-Carotin) und Vitamin E. Beide wirken entzündungshemmend und stärken das Immunsystem. Zum Schutz von Haut und Nerven liefert Kohl reichlich Vitamine aus der B-Gruppe. Bei Vitamin K, dem Vitamin für Wundheilung und Blutgerinnung, ist Grünkohl Spitzenreiter mit 817 mg in 100 Gramm Ware. Mit einer Portion Brokkoli wird die Häfte des Tagesbedarfs an Folsäure erreicht. Diese ist zur Blutbildung nötig.
Mit hohen Gehalten an Calcium für Knochen, Zähne und Gehirn warten vor allem Grünkohl, Brokkoli und Wirsing auf. Kalium, wichtig für Wasserhaushalt und Muskulatur, ist reichlich in allen Kohlsorten enthalten.
Alle grünen Kohlsorten leisten ebenso einen wertvollen Beitrag für die Eisenversorgung. Damit beugt der Verzehr von Kohl vor allem in Wintermonaten auch Blässe und Müdigkeit vor. An sekundären Pflanzenstoffen befinden sich im Kohl Senfölglycoside.Das sind Schwefelverbindungen, denen krebshemmende Eigenschaften nachgesagt wird.
Sie senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infekte, ebenso wie der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren im Weißkohl.
Zur Anregung hier ein kleines Kohlsuppenrezept (simpel!)
Zutaten
- ½ Weißkohl
- ½ Stangensellerie
- 4 Kartoffel(n)
- 3 Karotte(n)
- 2 Paprikaschote(n), rot
- ½ Chilischote(n)
- 150 g Erbsen (Zuckererbsen)
- 2 Zwiebel(n)
- 250 ml Tomate(n), passiert
- 2 Liter Brühe
- Pfeffer
- evtl. Kräuter (Gartenkräuter)
- evtl. Lorbeerblätter
Zubereitung
Das Gemüse putzen und klein schneiden (unbedingt beim Staudensellerie die Fäden ziehen), alles zusammen mit der Suppenbrühe und den passierten Tomaten in einen Topf geben, aufkochen lassen und etwa 30 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Danach mit Pfeffer und den Gartenkräutern abschmecken.
Nach Belieben noch kurz ein Lorbeerblatt mitkochen lassen.
Hauptbestandteil sollte der Weißkohl sein, es können auch andere Kohlarten mit verwendet werden.
Aber Vorsicht bei dem Hintergedanken, durch die Kohlsuppe abnehmen zu wollen - das gelingt nur kurzfristig!
Es werden dem Körper kaum Kalorien angeboten, daher geht dieser in die Defensive und verbraucht Substanz - danach füllt der Organismus schnell wieder auf . . .
Die Kohlsuppe sollte man viel mehr als schmackhafte und wirkuhngsvolle Entgiftungskur sehen.
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Im Oktober 2010 tun wir etwas für den ganzen Körper
reinigend und kräftigend - Heilpflanze Brennessel
Die Brennessel ist für die Gesundheit des Menschen eine sehr wichtige Pflanze. Sie enthält viele wichtige Stoffe, die das Blut reinigen, das Immunsystem stärken und viele Leiden lindern kann. Von der Brennessel können viele Teile verwendet werden. So kann man unter anderem die Blätter zu Salat oder wie Spinat bereiten. Die Samen können getrocknet oder frisch zu Müsli gegessen werden oder über Salat gestreut werden. Tee kann aus Wurzeln und Blättern zubereitet werden. Rundum ist diese Pflanze also nutzbar. Von vielen wird sie wegen ihrer positiven Eigenschaften geliebt.
Schon vor 2000 Jahren wusste man um die aphrodisierende Wirkung der Brennesselsamen. Vor allem Männer können die Samen für die Luststeigerung verwenden. Durch die Samen werden die Körperfunktionen angeregt, außerdem wirken sie tonisierend, was für die Luststeigerung vorteilhaft ist. Doch dies stellt nur einen kleinen Bereich der Wirkungskraft der Brennessel dar. Sie ist reich an Vitaminen A, B, C und E, Kalium, Kalzium, Eisen, Chlorophyll, Carotinoide und vielen weiteren wichtigen Inhaltsstoffen. In den Brennesselsamen ist fettes Öl und reichlich Linolsäure enthalten.
Durch die zahlreichen wichtigen Inhaltsstoffe ist die Brennessel auch sehr vielseitig einsetzbar. So werden unter anderem Harnwegsstörungen behandelt, da sie über eine durchspülende Wirkung verfügt. Des Weiteren unterstützt sie den Stoffwechsel. Auch bei Bluthochdruck, Rheuma und Gicht wird sie eingesetzt. Auch der Verdauungstrakt wird unterstützt, Durchfall und Verstopfung werden gelindert. Viele Menschen nutzen die Brennessel auch für die Frühjahrskur, da sie entschlackt und somit alle schädlichen Stoffe, die über den Winter gespeichert wurden, aus dem Körper spült.
Die Brennessel wächst einfach überall. Sie ist im Garten, auf Feldern, am Wegesrand und auf Halden zu finden. Dort kann sie auch überall geerntet werden. Es ist also ein Einfaches, sich an ihr zu bedienen. Für Salate, als Spinatersatz, für Tees und ähnliches sollten jedoch nur die jungen Blätter verwendet werden. Zur Ernte sollten Handschuhe getragen werden. Auch wenn die Brennesselsamen geerntet werden ist es ratsam, Handschuhe zu tragen. Die Samen werden dann einfach vom Samenstand abgestreift. Anschließend können sie zum Trocknen ausgebreitet werden. Es sollten jedoch nur Samen geerntet werden, die gelblich oder grün gefärbt sind. Die Brennesselsamen können sowohl in getrockneter als auch in frischer Form angewendet werden. Werden sie getrocknet, sollten sie auf jeden Fall dunkel und trocken aufbewahrt werden. Somit bleiben sie auch lange haltbar. Die frischen Brennesselsamen werden direkt von der Pflanze geerntet und angewendet.
Neben den wichtigen Inhaltstoffen, die in den Samen enthalten sind, bieten sie außerdem einen leicht nussigen Geschmack wie man ihn von Leinsamen kennt. Aus diesem Grund sind sie nicht nur für die Gesundheit des Menschen gut. Sie bieten auch ein feines Aroma. Dadurch können sie hervorragend zum Verfeinern von Salaten und Soßen verwendet werden. Gleichzeitig bieten sie dann natürlich auch wieder die tonisierenden und belebenden Wirkungen. Die Samen können natürlich auch in Tees angewendet werden. Dies ist in der frischen aber auch in der getrockneten Form möglich. Man kann zum Beispiel für einen Nieren- und Blasen-Tee getrocknete oder frische Brennesselsamen und -blätter verwenden. Diese werden mit kochendem Wasser aufgebrüht. Anschließend sollte der Tee ca. zehn Minuten ziehen. Auch aus den Wurzeln der Brennessel kann ein Tee zubereitet werden. Die Wurzeln sollten jedoch in kaltem Wasser angesetzt und dann zum Kochen gebracht werden.
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Die Wohltat im September 2010
fürs Herz - Weißdorn
Die Wirkung auf das Herz wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Heute gelten die Blüten, Blätter und Früchte als das beste Mittel bei nachlassender Leistung des Herzens. Weißdorn hilft bei nervöser Anspannung, Ängsten, Enttäuschung und altem Schmerz. Er tröstet bei dem Verlust eines geliebten Menschen. Selbst für junge Menschen ist er der Herzheiler-Tee bei Liebeskummer! Wenn Ihnen das Herz also bis zum Halse schlägt, dann machen Sie einfach eine Teekur mit Weißdorn.
Weißdorn schützt das Herz, indem er dafür sorgt, dass die Herzkranzgefäße besser durchblutet werden und sie den angebotenen Sauerstoff besser nutzen können. Dadurch kann auch der Herzmuskel wieder besser, beständiger und gleichmäßiger arbeiten. Gleichzeitig hat man auch in den letzten Jahren herausgefunden, dass er wie ein Radikalfänger wirkt. Das bedeutet, dass er das Herz vor schädlichen Umweltgiften schützt, die auch den Herzmuskel schädigen können. Weißdorn bringt dem Menschen wieder mehr Energie und machen ihn widerstandfähiger gegen Stress und Angst.
Auch hilft er bei Altersherz, Herzstechen, nervösen Herzbeschwerden, Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend, Herzinsuffizienz bei normaler und leichter Belastung, leichten Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstörungen, auch während oder nach Infektionskrankheiten, der Nachbehandlung des Herzinfarkts, Einschlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne, Stress in jeglicher Form. Niedriger und hoher Blutdruck können reguliert werden.
Kurzum: Weißdorn sorgt für eine bessere Lebensqualität.
Die Weißdornbeeren (je nach Sorte mit einem oder mehreren Kernen) sammelt man am besten Ende September. Das (spärliche) Fruchtfleisch ist dann ein bisschen mehlig - nebenbei erwähnt sei auch die Möglichkeit, aus den Beeren durch Aufkochen Saft zu gewinnen und daraus Gelee zu bereiten.
(Bilder : Weißdorntinktur, angesetzt mit Beeren aus dem Palliener Wald. Ansatzrezept auf Anfrage)
. . . und wenn wir uns im Frühjahr noch an den Weißdorn erinnern, dann können wir aus den im April gesammelten Blüten(knospen) und jungen Blättern zusammen mit in Scheiben geschnittenen Pellkartoffeln oder gekochten rote Bete einen leckeren Salat bereiten (Rezept auf Anfrage gerne)
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Juli 2010-Rezept ...
Hippokrates-Suppe
Für eine Person ist ein 2-Liter-Topf zu benutzen, es sind folgende Gemüsesorten zu verwenden und mit Wasser zu bedecken:
Zutaten
- 1 mittelgroße Sellerieknolle (ersatzweise: 3-4 Stangen Sellerie)
- 1 mittelgroße Petersilienwurzel (notfalls das Kraut)
- 2 kleine Stangen Lauch
- 2 mittelgroße Zwiebeln
- ½ Pfund Tomaten oder mehr
- 1 Pfund Kartoffeln
Zubereitung
Das Gemüse nicht schälen, einfach waschen und abschrubben, in nicht zu kleine Stücke schneiden. Auf kleiner Flamme garen, bis das Gemüse weich ist.
Dann so lassen oder stampfen oder durch den Fleischwolf drehen, wie es beliebt. Wassermenge je nach Bedarf hinzufügen.
Die restliche Suppe sollte in den Kühlschrank und innerhalb zweier Tage gegessen werden.
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Juni 2010-Rezept . . .
Heute wollen wir ein kleines Gericht kennen lernen, das gut in die Jahreszeit passt und sowohl als Vorspeise als auch als leichtes Hauptgericht gesehen werden kann. Die Weinberge sind frisch ergrünt und die Blüten aufgebrochen! Machen Sie eine kleine Wanderung und sammeln Sie Weinblätter* für ein köstliches Frühlingsgericht - ich nehme immer das zweite große Blatt von der Triebspitze an gerechnet:
Gefüllte Weinblätter orientalisch
Rezeptvorschlag gilt pro Person als Hauptspeise - als Vorspeise reicht die Menge für ca vier Personen.
Zutaten
- 20 + 4 Weinblätter
- 110gr Reis
- 1 kleine Zwiebel
- 1 TL frischen gehackten Dill oder
ersatzweise ½ TL Dillpulver
- 1 Prise Kardamon
- 1 Prise Muskat
- Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
- Wasser und Olivenöl zum Kochen
Zubereitung
Zunächst die Weinblätter gründlich waschen.
Dann (jeweils) 20+4 Blätter in reichlich kochendem Salzwasser 2-3 Minuten blanchieren.
Dabei verlieren sie ihre kräftig grüne Farbe und werden olivgrün.
Die Blätter in eine vorbereitete Schüssel mit kaltem Wasser abschrecken und anschließend gut abtropfen lassen, zu Seite stellen.
Wenn Sie unsicher sind, ob die Blätter gespritzt sind, können Sie auch zwei Mal mit kochendem Wasser jeweils ca 1 ½ Minuten blanchieren - oder Sie verwenden Weinblätter aus dem Glas.
Der Reis wird ca 10 Minuten körnig gekocht - nach Belieben auch weicher
(Reis kochen ist einfach : 1 Tasse Reis auf zwei Tassen leicht gesalztem Wasser, aufkochen lassen und leise offen weiterkochen bis das Wasser verbraucht ist.)
Den Dill, Kardamon, Muskat, Salz und Pfeffer zum Reis geben - kräftig abschmecken - gut vermischen und zur Seite stellen.
Jetzt die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in der Pfanne im heißen Olivenöl glasig bis leicht bräunlich angehen lassen
(nehmen Sie hierfür ruhig raffiniertes Olivenöl - das teure extra vergine verliert beim Erhitzen sowieso an Qualität).
Dann den Reis einfüllen und unter ständigem Rühren ein paar Minuten mitrösten ohne ihn zu bräunen - und vom Herd nehmen.
Auf die Arbeitsplatte legen Sie jetzt ein Weinblatt mit der "Außenseite" nach oben - also die Blattadern unten -
und schneiden den Stiel direkt am Blattansatz ab. Dort hin kommt nun ca ½ bis 1 EL der Reiszubereitung, schlagen Sie die äußeren Blattseiten nach innen über die Füllung und wickeln dann zu einem ca Daumen großen Röllchen zusammen. Das ist ganz einfach und gelingt gut, da die Blätter nach dem Blanchieren sehr geschmeidig werden!
Die so entstandenen 20 Weinblattröllchen legen Sie in eine kleine Kasserolle oder eine Kastenform und decken oben mit den 4 übrigen Blättern ab, dann füllen Sie ca zur Hälfte mit leichtem Salzwasser auf und oben drüber ca 50 ccm Olivenöl.
Dieses "Päckchen" wird nun ca 40-50 Minuten leise gekocht oder im Backofen bei ca 140 ° gegart.
Zum Genuss lassen Sie die Weinblattröllchen leicht abkühlen, dazu passt dann (am besten selbst gemachter) Joghurt oder auch eine Knoblauchkrem.
Eine Abwandlung : statt des Dills können auch (weitere 3-4) Weinblätter sehr fein gehackt genommen werden. Auch passen in die Reisfüllung grob gehackte Pinienkerne (ca 1-2 TL) * Fragen Sie bitte den Winzer Ihres Vertrauens, in den wenigsten Fällen wird man Ihnen den Wunsch abschlagen.
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