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Kneipp-Verein Trier e.V.



Über den Fuchsbandwurm


Echinokokkus multilocularis, so der wissenschaftliche Name. Die Bezeichnung Fuchsbandwurm ist eigentlich schon falsch. Haushunde und Katzen können diesen Parasiten genauso übertragen und sind daher durch den direkten Kontakt mit dem Menschen als Überträger viel gefährlicher.

Zwei unabhängige Studien der Universitäten Ulm und Stuttgart haben belegt, daß selbst Risikopersonen (Waldarbeiter, Förster etc.) nicht am Echinokokkus erkranken, obwohl sie bereits Kontakt mit diesem Parasiten hatten. Die kontaminierten Personen entwickelten Antikörper gegen diese Eindringlinge und sind somit immun gegen diese Krankheit.

Prof. Nothdurft, Infektologe an der Uni München, sagte im SPIEGEL 44/01: "Die Wahrscheinlichkeit, an den Folgen des Fuchsbandwurmes zu erkranken, sind geringer als die Möglichkeit, daß einem ein Dachziegel auf den Kopf fällt!" Jüngst veröffentlichten deutsche Forscher unter ORF on Science, daß der "Fuchsbandwurm nicht durch Waldbeeren übertragen" wird. Es gibt keine Belege, so die Forscher, daß man sich durch den Verzehr von ungewaschenen Waldfrüchten mit dem Fuchsbandwurm infizieren kann.

Molekularbiologe Klaus Brehm von der Universität Würzburg: "Daß man sich von Beeren den Fuchsbandwurm holen kann, gehört ins Reich der Legenden. Es ist für keinen einzigen Patienten erwiesen, daß er sich so angesteckt hat. Ich esse Beeren und Bärlauch auch und mache mir deshalb keine Gedanken."

Die Erkrankung wird erst zehn bis zwanzig Jahre nach der Infektion bemerkt (Inkubationszeit 10-20 Jahre!), unter anderem, weil dann die Symptome bei Befall der Leber Ähnlichkeit mit einem Leberkarzinom oder einer Leberzirrhose besitzen. Hier ist die Vermutung eines Zusammenhangs nach dieser beträchtlichen Zeitspanne mehr als gewagt. Auch liefern Antikörpertests keine genauen Aussagen.